Schokolade

Schokolade

Dass Schokolade die Stimmung aufhellt, glücklich oder sogar süchtig macht, ist eine weit verbreitete Annahme. Häufig wird als Erklärung die „Serotonin-Hypothese“ herangezogen, bei der beobachtet wurde, dass sich nach einer kohlenhydrat- oder fettreichen Diät der Einstrom der Aminosäure Tryptophan, bedingt durch eine rasche Insulinausschüttung, erhöht. Diese Aminosäure ist im Stoffwechsel ein Vorläufer des Botenstoffes (Neurotransmitters) Serotonin. Das Ergebnis, so die Verfechter der Hypothese, sei ein spezifisches Sättigungsgefühl für Kohlenhydrate und eine Stimmungsverbesserung. 

 

 

Diese Hypothese ist allerdings wissenschaftlich sehr umstritten, da zum einen große Mengen (ca. 2 kg Schokolade) gegessen werden müssten, um einen Effekt zu erreichen, und zum anderen der Effekt durch andere Nährstoffe (Proteine) verhindert werden kann. So kann durchaus die Erwartung oder das „Gefühl“ mit Schokolade etwas für die Stimmung zu tun, zu einer Stimmungsverbesserung führen. Oder der Reiz des „Verbotenen“ führt dazu, hin und wieder „schwach“ zu werden.

Übrigens wirkt sich auch das Sonnenlicht auf den Serotoninspiegel in unserem Körper und die Stimmung aus. Kein Wunder, dass vor allem in der dunklen Jahreszeit schlechte Stimmung oder sogar Depressionen aufkommen (und der Schokoladenkonsum des Einzelnen steigt!). Neben dem Sonnenlicht unterstützen auch verschiedene Lebensmittel den Körper beim Aufbau von Serotonin.

>>> Vor allem in der dunklen Jahreszeit auf die Kohlenhydratzufuhr, zum Beispiel durch Brot, Pasta, Reis, Kartoffeln oder Haferflocken achten.

>>> Omega-3-Fettsäuren in fettreichen Seefischen wie Hering und Makrele, sowie reichlich Gemüse und etwas Obst, Oliven-, Raps- und Hanföl, Hanfsamen, Joghurt, und Käse wirken sich günstig auf die „gute Laune“ aus.

  • >>>  Lieber raus in die Sonne gehen, als Schokolade essen!

  • >>>  FAZIT: Es geht (manchmal) auch ohne Schokolade Quelle: aid spezial „Essen und Psyche“ 3713/2010